Allgemeine Information

 

Schwimmbeckenwasser soll klar, farblos und hygienisch einwandfrei sein.Trinkwasser, das in den meisten Fällen zum Füllen von

Schwimmbecken verwendet wird, erfüllt zwar diese Bedingungen, doch sofern keine Maßnahmen zu seiner Pflege unternommen

werden, verändert sich das Schwimmbeckenwasser sehr schnell. Es wird trübe, oft grünlich, der pH-Wert steigt, bei hartem Wasser fällt Kalk aus, und die ins Wasser eingeschleppten Mikroorganismen vermehren sich rasch darin. Unsere Pflegeprodukte sind aufeinander abgestimmte Bausteine, die Ihnen auf einfache Weise einen hygienisch einwandfreien Badespaß garantieren.

Am Anfang der Badesaison wird in der Regel eine Grundreinigung durchgeführt. Je nach Bedarf stehen Ihnen dafür zwei hochwertige Reiniger zur Auswahl:


1. Saurer Reiniger, mit dem Rost- und Kalkablagerungen sowie mineralische Verschmutzungen leicht entfernt werden können.

2. Alkalischer Reiniger zum mühelosen Entfernen öl- und fetthaltige Verschmutzungen bei der laufenden Reinigung.


Nachdem Sie Ihr Schwimmbecken gründlich gereinigt haben, können Sie nun mit dem Befüllen beginnen. Verwenden Sie möglichst Leitungswasser! Die Aufbereitung Ihres Schwimmbeckenwassers mit unseren Pflegeprodukten erfolgt in drei Stufen:


pH-Wert-Regulierung - Flockung - Desinfektion


1. PH-Wert

Der pH-Wert ist ein Maß für die saure oder alkalische Reaktion eines Wassers. Neutrales Wasser hat einen pH-Wert von 7,0.

Bei höheren pH-Werten reagiert das Wasser zunehmend alkalischer, bei niedrigeren pH-Werten zunehmend saurer.

Der ideale pH-Wert des Schwimmbeckenwassers liegt bei 7,2 bis 7,4 (bei Wasser mit geringer Karbonathärte bei 7,0 bis 7,6).

Bei abweichenden pH-Werten kommt es zunehmend zu Haut- und Schleimhautreizungen der Badenden (Augenrötung!),

bei pH-Werten über 7,6 nimmt außerdem die Wirksamkeit der Desinfektionsmittel ab.

pH-Wert-Anhebung mit pH-Plus, wenn weniger als 7,0 / pH-Wert-Senkung mit pH-Minus, wenn mehr als 7,6.


2. Algen / Algizide

Die am häufigsten im Schwimmbeckenwasser vorkommenden Algen sind Grünalgen. Es können aber auch Braun- oder

Schwarzalgen auftreten. Grünalgen enthalten Chlorophyll und sind deshalb auf reichlich Licht angewiesen. Braun-/Schwarzalgen

vermehren sich vornehmlich in dunklen Beckenteilen (unter Beckenabdeckung!). Algenfluid ist ein chlorfreies und in der Anwendungskonzentration ungiftiges Algenvernichtungsmittel mit Langzeitwirkung. Es ist materialschonend, sehr gut hautverträglich und bietet ein Höchstmaß an zuverlässigem Schutz vor Algen. Grünalgen im Schwimmbeckenwasser lassen sich in der Regel nach dem Einsatz von Algenmittel durch längere Filterlaufzeiten leicht entfernen. Bereits an Wand und Boden festsitzende Grün-, Braun- und Schwarzalgen müssen mechanisch entfernt werden. Besonders zu betonen ist, dass gerade Braun- und Schwarzalgen im Laufe der Zeit durch ständigen Kontakt mit Chlorverbindungen häufig gegen Chlor resistent geworden sind. Auch gibt es Grünalgen, die – vermutlich durch einen Schleimmantel geschützt – gegen Chlor resistent sind. In Ausnahmefällen wachsen diese selbst noch bei Anwesenheit von bis zu 1,5 mg/l freiem Chlor und korrekt eingestelltem pH-Wert. Eine Möglichkeit, diese Algen zu vernichten, besteht in einer Stoßchlorung mit ca. 15 g Chlorgranulat CL65 / m³ Wasser. Aufgrund des dann sehr hohen Chlorgehaltes (ca. 10 mg/l Wasser) sollte anschließend 1 bis 2 Tage nicht gebadet werden. Bei Grünalgenbefall weist das Schwimmbeckenwasser eine erhöhte Chlorzehrung auf.

 

3. Flockung / Flockungsmittel

Jedes Schwimmbeckenwasser kann einmal trüb werden, z.B. durch eingetragene Trübstoffe, wie z.B. Blütenstaub, Grünalgen, ausgefallenem Kalk usw. Diese Trübstoffe sind in der Regel so fein, dass sie jeden Filter zumindest z. T. passieren. Um sie trotzdem filtrierbar zu machen, führt man eine Flockung mit Flockungsmittel durch. Darunter versteht man die Zugabe eines Flockungsmittel-Konzentrates in das Schwimmbeckenwasser. Innerhalb eines idealen pH-Wert-Bereiches bilden sich Flocken mit sehr großer Oberfläche aus, die dadurch eine große Menge Trübstoffe an sich binden können. Diese Flocken bleiben – mit den Trübstoffen aus dem Schwimmbeckenwasser beladen – im Filter hängen und können so durch eine Filterrückspülung eliminiert werden. Ein nicht richtig eingestellter pH-Wert verhindert die Ausbildung einer filtrierbaren Flocke, die sonst vom Filter zurückgehalten würde, so aber den Filter ungehindert passieren kann. Das Schwimmbeckenwasser bleibt trübe. Abhilfe schafft die richtige Einstellung des pH-Wertes.


4. Wasser-Desinfektion

Desinfektion ist die Voraussetzung für klares, hygienisch reines Schwimmbeckenwasser. In der Schwimmbad-Wasserpflege fasst

man unter Desinfektion das Abtöten von Mikroorganismen (Bakterien, Algen u.a.) und das oxidative Entfernen von organischen Stoffen wie Blütenstaub, Schweiß etc., die teilweise nicht filtrierbar sind, zusammen. In der Regel finden zur Desinfektion chlorabspaltende, aber auch sauerstoffabspaltende Produkte Verwendung. Da auch Algizide ab bestimmten Konzentrationen bakterizid wirken, sind auch diese zur Desinfektion einsetzbar, wenn gleichzeitig alle 1-2 Wochen eine Stoßbehandlung mit schnelllöslichem chlor- oder sauerstoffabspaltenden Produkt durchgeführt wird. Jedes Desinfektionsmittel muss, um seine optimale Wirkung entfalten zu können, in einer bestimmten Mindestkonzentration im Schwimmbeckenwasser enthalten sein:


Desinfektionsmittel-Mindestkonzentration im Schwimmbeckenwasser, 0,3 mg freies Chlor/l Wasser und 6,0 mg Sauerstoff/l Wasser. Durch den Vorgang der Desinfektion wird das Desinfektionsmittel verbraucht. Die Menge der zu oxidierenden Mikroorganismen und organischen Stoffe, d.h. indirekt die Zahl der Badegäste, die Temperatur und die Sonneneinstrahlung, beeinflussen den Verbrauch des Desinfektionsmittels. Je größer die o.g. Faktoren sind, desto höher ist der Bedarf an Desinfektionsmittel.


Gibt man in ein Wasser, das weder organische Substanzen noch Ammoniumverbindungen enthält, eine chlorabspaltende Substanz, so enthält dieses Wasser nur freies Chlor. Sind jedoch die oben genannten Verbindungen im Wasser vorhanden, so misst man weniger freies Chlor als vorher, dafür mehr gebundenes Chlor. Dies ist so zu erklären: das freie Chlor oxidiert die organische Substanz. Eine Vorstufe der vollständigen Oxidation ist die Bindung von Chlor an Amin (in jedem Eiweiß enthalten).

Das so entstehende Chloramin wird dann als gebundenes Chlor bezeichnet.

 

Gebundenes Chlor hat unangenehme Eigenschaften:

Es verursacht den sogenannten „Hallenbad-Geruch“. Ab einer gewissen Konzentration führt es zu Augenreizungen.

Die Desinfektionswirkung des gebundenen Chlors ist wesentlich geringer als im freien Chlor. Der Gehalt an gebundenem Chlor im Schwimmbeckenwasser ist deshalb so gering wie möglich zu halten. Die in gewissen Zeitabständen durchzuführende Stosschlorung dient dazu, mit einem Chlorüberschuss die begonnene Oxidation schnell zu Ende zu führen, ohne dass dabei erneut gebundenes Chlor (Chloramin) entsteht. Zur problemlosen Wasserdesinfektion können Sie je nach Bedarf zwischen mehreren Produkten wählen.


1. Chlor Langzeittabletten 200g

2. Multi-Funktions-Tabletten 200g

3. Chlor Liquid flüssig für automatische Dosierung

4. Sauerstoff (Chlorfreie Wasserdesinfektion)


1. Trübes Wasser oder glitschige Wände

Trübes oder grünes Wasser kann entweder durch hohen Schmutzeintrag bei starkem Badebetrieb und nicht angepasster

Desinfektionsmitteldosierung, durch plötzlichen Witterungsumschwung (z. B. Gewitter) oder durch verminderte Filterleistung entstehen. Überprüfen Sie den pH-Wert und regulieren sie diesen durch Zugabe von pH-Minus oder pH-Plus auf 7,2 bis 7,6 ein.

Führen Sie mit CL65 Granulat eine Stoßchlorung durch. Filteranlage 24 Stunden laufen lassen und häufig rückspülen. Sollten die beschriebenen Maßnahmen nicht zu dem gewünschten Erfolg führen, nach 2 bis 3 Tagen erneute Stosschlorung vornehmen!


2. Braunes Wasser

Braunes Wasser kann u. a. entstehen durch Eisen, Mangan und ganz besonders bei Einsatz von Brunnenwasser, Rostteilchen aus der Wasserleitung oder durch Algenwuchs. Regulieren Sie den pH-Wert mit pH-Minus oder pH-Plus auf einen Wert zwischen 7,2 und 7,6. Führen Sie eine Stosschlorung durch. Filteranlage 24 Stunden laufen lassen und mehrmals rückspülen.


3. Unangenehmer Chlorgeruch

Unangenehmer Chlorgeruch wird durch Chloramine hervorgerufen. Diese entstehen bei Überbelastung des Wassers, wenn Chlor mit organischer Substanz eine Verbindung eingeht. Chloramin (gebundenes Chlor) hat nur eine geringe desinfizierende Wirkung.

Führen Sie mit CL65 Granulat eine Stoßchlorung durch. Die Chloramine werden abgebaut und es steht wieder ausreichend freies, aktives Chlor zur Verfügung.


Umgang mit Chemikalien

Alle Chemikalien, die Sie zur Behandlung von Schwimmbeckenwasser erhalten, werden in konzentrierter Form geliefert,

daher ist besondere Sorgfalt angebracht:

 

1. Grundsätzlich dürfen verschiedene Chemikalien in konzentrierter Form nicht miteinander vermischt werden.


2. Sämtliche Chemikalien sollten kühl, dunkel und trocken gelagert werden. Sie dürfen in keinem Fall in direktem Sonnenlicht     stehen. Alle Chemikaliengebinde müssen gut verschlossen sein.


3. Sollte ein Messbecher für verschiedene Produkte verwendet werden, so ist dieser vor jeder Benutzung gründlich zu säubern.


4. Bitte beachten Sie in jedem Fall die Anwendungsvorschriften auf der Verpackung.


5. Achtung: Alle Chemikalien so aufbewahren, dass sie für Kinder und Unbefugte unerreichbar sind.

Wasserpflege leicht gemacht

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